Bärchen

Das Herrchen von „Bärchen“ verstarb 2018 und von den Erben wollte
sich niemand um den roten Kater kümmern. Das Haus wurde verkauft
und „Bärchen“ blieb alleine zurück.

Eine tierliebe Nachbarin versorgte seitdem den hübschen roten Kater liebevoll
mit Futter, Wasser und Streicheleinheiten sowie einem trockenen Unterschlupf.
„Bärchen“ wollte aber gerne ganz bei ihr einziehen, was aber aufgrund einer
Allergie nicht möglich war. Der Versuch, privat ein neues Zuhause für ihn zu finden,
blieb erfolglos, so zog er am 12. November 2019 ins Tierheim ein.Bei uns präsentiert er sich als ein ganz großer Schmusebär (daher auch
sein Name; wie er ursprünglich hieß, wusste seine bisherige Pflegerin
auch nicht). Kaum sitzt man auf dem Sofa, hüpft „Bärchen“ aus seiner
Kratzbaumhöhle und fordert ganz behutsam Streicheleinheiten ein.„Bärchen“ ist geschätzt Baujahr 2008 und leider positiv auf Katzen-Aids
getestet. Er sucht daher einen Platz bei lieben Menschen, die sich der
Verantwortung im Umgang mit der Erkrankung bewusst sind. Um eine
Ansteckung anderer Katzen vorzubeugen, sollte „Bärchen“ nur noch
in Wohnungshaltung gehalten werden; wenn Freigang, dann nur in
einem gesicherten Freigehege.

Wir könnten uns bei „Bärchen“ eine Vermittlung zu einer netten ebenfalls
FIV-positiven Katze vorstellen. Oder auch zu einer Familie mit nicht mehr
zu kleinen Kindern. Bei genügend Gesellschaft und Beschäftigung wird er
den Freigang vermutlich nicht unbedingt vermissen.Die Feline Immunschwäche Virusinfektion (FIV, Katzen-Aids) ist nicht heilbar.
Sie ist aber auch nicht auf Menschen oder andere Tierarten übertragbar.
FIV-positive Tiere müssen nicht zwangsläufig erkranken. Sie können viele
Jahre symptomlos leben. Kommt die Krankheit jedoch zum Ausbruch, kann
man sie nicht heilen, sondern lediglich die Folgekrankheiten bzw. die Symptome
behandeln, um so das Befinden der Katzen zeitweilig zu verbessern.
(Quelle: https://www.katzeninfo.com/gesundheit/fiv-katzenaids)

Bei entsprechend guter Pflege und Versorgung hat „Bärchen“ also ein beinahe
ganz normales Katzenleben vor sich. Wir hoffen, für ihn tierliebe und
verantwortungsvolle Menschen zu finden, die ihm diese Chance auch geben.