Romeo

Update am 03.02.2019: „Romeo“ ist schon wieder reserviert und wird nächstes
Wochenende zu einer katzenlosen Familie in ländliche Umgebung umziehen.

Wie „Romeo“ zu uns in’s Tierheim gekommen ist, erzählt er Euch am
Ende des Beitrages noch selber – da in der ersten Beschreibung die
Tante, die die Texte hier schreibt, ins Tüddeln gekommen ist… 😉

Nachdem „Romeo“ aufgrund von Schmerzen in seiner verletzte Pfote zunächst
in der Quarantäne etwas grantig gegenüber seinem zweibeinigen Personal war,
hat er sich nach nachdem die Symptome abgeklungen waren zu
einem absoluten Kampfschmuser entwickelt.Wenn „Romeo“ allerdings mal keinen Bock auf „Menschen“ hat, zeigt er das
manchmal deutlich. Und auch wenn Futter oder Leckerlies nicht prompt
abgeliefert werden, kann der verfressene „Romeo“ etwas ungehalten werden.
Aus diesem Grund möchten wir den ca. 2015 geborenen „Romeo“
lieber nicht zu kleinen Kindern vermitteln.Die meiste Zeit sucht der hübsche, silbergrau-getigerte Leisetreter aber die
Nähe der Menschen. Selbstbewusst fordert er Streicheleinheiten ein –
er schmeißt sich regelrecht an die Leute ran. Aber auch einen gemeinsamen
Spielchen mit Reizangel o. ä. ist der freundliche Kater nicht abgeneigt.Das Zusammenleben mit anderen Katzen kennt „Romeo“ aus seinem
früheren Leben, aber in seinem zukünftigen Zuhause möchte er doch
lieber Einzelkater sein. „Romeo“ war bereits einmal vermittelt und mit
den Zweibeinern hat auch alles ganz prima geklappt. Nur die vorhandene
Katzendame hat ihm nicht behagt und durch Unsauberkeit hat er
sein Missfallen dann zum Ausdruck gebracht. Bei uns im Tierheim
residiert er jetzt wieder alleine in einer Stube und benutzt wieder
zuverlässig und regelmäßig sein Katzenklo.

Auf jeden Fall sollte er aber in seinem späteren Zuhause wieder
Freigang genießen können. Wer „Romeo“ gerne persönlich
kennen lernen und erleben möchte – er freut sich über jeden Besuch.„Hallo ihr Lieben – ich bin’s der „Romeo“ und möchte
Euch gerne mal meine Geschichte erzählen:

2015 wurde ich als kleiner Wildling geboren auf einem großen Bauernhof,
oft hatten wir ganz dolle Hunger und es war bitter kalt. Ich hab mich dann
den Arbeitern zugewandt und gebettelt, dass wir Futter bekommen, im
Gegenzug hab ich mich auch streicheln lassen und dabei gemerkt „hmm –
der Mensch ist ja doch gar nicht so schlimm“.

Im Dezember 2018 kam die Kastrationsaktion der Tiernothilfe Nord e.V. bei uns
auf dem Hof. ich fand die Mädels so toll, dass ich einfach in meinem Transportkorb
sitzen geblieben bin und gesagt hab „Nöööö – ich will wieder mit“. So kam ich dann
zum Tierschutzverein Soltau. Dort wurde erst mal meine schlimme Pfote verarztet,
die durch Revierkämpfe eine Bissverletzung abbekommen hat. Mittlerweile bin ich
kastriert, geimpft, gechipt, entwurmt und auf Ectoparaiten behandelt, was auch
immer das alles ist – aber es scheint wichtig zu sein.

In meinem neuen Zuhause möchte ich gerne der alleinige Prinz sein
und raus dürfen. Was biete ich euch dafür? Meine Liebe, Zuneigung
und einem ganz tollen Kumpel ein leben lang. Also was meint ihr,
wollen wir es mal miteinander versuchen?“