Mia

Seit Ende November ist die ca. 2016 geborene „Mia“ bei uns im Tierheim.

„Mias“ Zuneigung muss man sich erst verdienen: Fremden gegenüber eher
misstrauisch werden diese erstmal aus einiger Entfernung beäugt. Hat man
Geduld und gibt ihr Zeit, erfolgen aber durchaus die ersten Annäherungsversuche.

Zu den Futterzeiten steht „Mia“ schon an der Tür und macht mit eindringlichen
Miauen auf sich aufmerksam. Sie ist allgemein eine kommunikative Katze.

Über die Verträglichkeit mit anderen Katzen können wir derzeit nicht viel sagen. Sie
hat aber wohl einige Zeit draußen mit anderen Katzen gelebt. Nach entsprechender
Eingewöhnungszeit sollte ihr die Möglichkeit auf Freigang auch wieder angeboten werden.„Mia“ mit den umgeklappten Ohren ist ein Scottisch Fold – zu Deutsch eine Schottische Faltohrkatze.

Die abgeflachten, nach vorn geknickten Ohren beruhen auf einer genetischen Mutation,
die dann bewusst von dem Menschen weiter gezüchtet wurde. Was der Mensch als
niedlich erachtet – passt das runde Gesicht mit den Faltohren sowie den großen
Kulleraugen doch wunderbar ins Kindchenschema und findet so rasch einen Weg in
die Herzen von Katzenliebhabern – bedeutet für die Tiere oft endlose Schmerzen.

Faltohrkatzen wie Scottish Fold haben durch die Zucht infolge einer schweren
Erbkrankheit nach vorne gerichtete Kippohren. Diese Erbkrankheit führt auch
zu Knorpel oder Knochenschäden an anderen Stellen des Körpers und verursacht
dauerhafte Schmerzen, Leiden und Schäden. Ohren sind für Katzen enorm wichtig,
um mit ihren Artgenossen Kontakt aufzunehmen. Durch die Faltohren ist diese
wichtige Kommunikation mit anderen Katzen gestört.
(Quelle: https://www.tierschutzbund.de/information/hintergrund/heimtiere/qualzucht/ )

Die Knickohren der Faltohrkatzen, die angeblich auf einen Wurf aus den 60er Jahren
in Schottland zurückgehen, bewirkt eine Mutation, die sich nicht nur auf die Ohren
auswirkt, sondern oft auch auf Knochen und Knorpel der Gelenke. Das Leiden hat
einen Namen: Osteochondrodysplasie, kurz OCD. Forscher der Universität Sydney
fanden 2016 das Gen, das bei Scottish Fold OCD auslöst – und dominant vererbt wird.
Die Veränderungen der Gelenke können zu schwerer und schmerzhafter Arthritis führen.
Betroffen sind oft die Hinterbeine, auch die Wirbelsäule und der Ansatz des Schwanzes.
Lahmheit, geschwollene Gelenke sowie eine abnormale Gangart sind die Folgen.
Heilung ist nicht möglich, nur Linderung der Symptome.

(Quelle: https://www.ksta.de/panorama/populaer–aber-gequaelt-das-leid-der-faltohrkatzen-mit-kindchenschema-36464942 )

Weiter Informationen auch unter:
https://www.katzengenetik.com/faltohrkatzen-scottish-fold-co/

 

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