Cav

10372248_10152640924553072_624291621408773121_nKater „Cav“ kam 2014 zu uns in keinem guten Zustand: Seine Zuckerwerte
gingen durch die Decke – seine ehemaligen Besitzer hatten keine Zeit sich
verantwortungsvoll um ihn zu kümmern und ihn regelmäßig zu spritzen.

In enger Abstimmung mit unserem Tierarzt wurde der damals schon
elfjährige Kater behandelt, so dass sich seine Werte eingepegelt haben.
Gefasst und ruhig ließ „Cav“ die Prozedur des Blutzuckermessens
und der anschließenden Insulinspritze über sich ergehen.

Da damals die Versorgung in unserem Tierheim sehr schwierig war, zog er auf eine
liebevolle Pflegestelle, die sich sehr verantwortungsvoll um ihn gekümmert hat.
Mit den dort vorhandenen Katzen klappte es auch ganz gut und er hatte sogar die
Möglichkeit des kontrollierten Freigangs. Nur Futter durfte halt nicht offen oder nicht
„Cav“-gesichert herumstehen. Futterautomaten stellten für den kräftigen Kater kein
Hindernis dar – diese wurden so lange malträtiert, bis sie geknackt waren…

Mit den Jahren verschlechterte sich Cav’s Gesundheitszustand stetig:
Die Nierenwerte sind grenzwertig und auch die Bauchspeicheldrüse macht Probleme.
Er ist mit Medikament ganz gut eingestellt, die er verteilt auf drei Futterportionen bekommt,
die letzte am späten Abend. Zusätzlicher erhält er jeweils eine Insulinspritze morgens und
abends im Abstand von ca. 12 Stunden. Wie viele Diabetes-Katzen setzt „Cav“ sehr viel
Urin ab und leidet unter Dauerdurchfall, was einen erhöhten Reinigungsaufwand bedeutet.

Es ist ein Auf und Ab mit ihm, aber in seinen guten Phasen
spürt man noch deutlich seine Lebensfreude.

Aus persönlichen Gründen konnte er nun leider nicht mehr auf seiner bisherigen
Pflegestelle bleiben und lebt jetzt bei uns im Tierheim. Der mittlerweile 15jährigen „Cav“
hat sich entgegen allen Befürchtungen gut eingelebt. Wenn das Tierheim besetzt ist, steht
seine Tür offen und er kann selber entscheiden ob er am Tierheimalltag teilhaben möchte.

Mit „Hanna“ und „Perle“ arrangiert er sich erstaunlich gut –
man liebt sich nicht gerade, aber man akzeptiert sich.

Natürlich haben wir die Hoffnung auch noch nicht ganz aufgegeben, vielleicht
noch jemanden zu finden, der sich mit der Behandlung von Diabetes bei Katzen
auskennt, sich Zeit für ihn nehmen und ihn auf dem letzen Stück seines
Lebensweges mit Liebe und Fürsorge begleiten möchte. Wer sich vorstellen kann,
für „Cav“ zu sorgen – bitte melden Sie sich im Tierheim. Sämtliche Kosten für die
Versorgung von „Cav“ werden natürlich durch den Tierschutzverein getragen.

 

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