Vivie

Update am 18.04.2021: „Vivie“ hat – wie erwartet – die Herzen ihrer neuen Familie
im Sturm erobert und
darf bleiben. Mach’s gut – Du Süße… 🙂

Update am 01.04.2021: Kein Aprilscherz – „Vivie“ ist heute zum Probewohnen
ausgezogen. Wir drücken der  der süßen Maus alle Daumen, dass es in
der neuen Familie gut klappt und sie für immer bleiben darf. 🙂

Morgens halb sieben im Halbschlaf erreichte uns folgende Nachricht mit Bildern…
Der Verstand sagte: „Nein – wir haben mit „Paul“ schon ein Leishi-Hund,
bei dem die Vermittlung nicht gerade leicht sein wird, außerdem kommt
Mitte Februar noch Brackenmix „Mabel“, ebenfalls aus Kroatien – wer
weiß was sie noch an Baustellen mitbringt…“

Aber das Herz schmolz dahin – wer kann bei diesem Blick denn auch wiederstehen…
– so haben wir „Vivie“, wie sie jetzt bei uns heißt, am 9. Januar 2021 im Tierheim aufgenommen.

Zunächst sehr unsicher, schüchtern und ängstlich, hat sich „Vivie“ bei Menschen,
die sie kennt, zu einer richtigen Traumhündin entwickelt. Sie ist sehr aufmerksam beim
Spazierengehen – sie schaut sich ganz oft nach ihrem Menschen um (im Gegensatz
zu Paul…) und selten wird die gesamte Länge der Leine in Anspruch genommen.

Im Tierheim möchte „Vivie“ wenn möglich immer dabei sein, sie geniest
Streicheleinheiten und fordert diese auch sogar teilweise ein –
sie ist eine richtig verschmuste Maus geworden.

Mit anderen Hunden ist sie gut verträglich – mit „Paul“ spielt sie richtig toll.
Wir könnten uns „Vivie“ daher auch gut als Zweithund vorstellen. „Vivie“ hat
sicherlich Jagdhund-Gene (wir vermuten rassemäßig irgendwas mit Bracke,
Magyar Vizsla oder auch Posavski Gonič), sodass wir einer Haltung
gemeinsam mit Kleintieren und / oder Katzen eher skeptisch entgegensehen.

Gemäß Impfpass ist „Vivie“ im September 2018 geboren. Laut Aussage von
„Fellkinder in Not“ wurde sie auf der Straße gemeinsam mit ihren Welpen
gefunden und kam in ein Shelter in Kroatien. Nachdem die Lütten alt genug waren
und ausreisen konnten, gab es auch für die hübsche „Vivie“ eine Anfrage, die
dann leider kurz vor dem Ausreisetag abgesprungen ist. Mit „Granny“, „Pedro“
und aktuell auch „Paul“ haben wir ja schon Erfahrung mit Leishmaniose gesammelt.

Aktuell zeigt „Vivie“ keine klinischen Symptome. Wir wünschen uns für
sie trotz ihrer Erkrankung ein liebe- und verantwortungsvolles Zuhause,
in dem „Vivie“ sicher umsorgt ihr restliches Leben verbringen darf.

Hier noch ein paar Infos zur Leishmaniose:

Diese sog. Mittelmeerkrankheit wird über den Stich einer Sandmücke übertragen.
Eine gute Parasitenprofilaxe sollte also selbstverständlich sein.

Vivie“ bekommt täglich Allopurinol und ein spezielles Futter, welches Hunde, die
an Leishmaniose leiden, durch eine angepasste Ernährung (purinarm) unterstützt.
Die Kosten für das Medikament belaufen sich auf weniger als 15 Euro / Monat.

Zusätzlich sollte ein regelmäßiger Blutcheck beim Tierarzt (2 – 3 Mal im Jahr)
gemacht werden um veränderte Werte rechtzeitig zu erkennen und
entsprechend die Medikation anzupassen. Leishmaniose ist nicht heilbar
aber – sofern rechtzeitig erkannt – gut behandelbar.

Nützliche Informationen zum Thema Leishmaniose beim Hund finden Sie auch unter:

https://www.leishmaniose-hund.de/
https://etnev.de/tierschutz/gesundheit/leishmaniose
https://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details.php?Kunde=1489&Modul=3&ID=19388

 

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