Mabel

Wenn sich die laut Impfpass am 22.12.2018 geborene „Mabel“ freut, dann
wackelt der ganze Hund. „Mabel“ ist eine unheimlich freundliche Hündin,
die dem Menschen gefallen möchte und Streicheleinheiten genießt.

Mit anderen, netten Hunden ist sie an sich gut verträglich – sie spielt allerdings
recht stürmisch und grobmotorisch, was nicht jedem Vierbeiner gefällt. Hier ist
dann der Zweibeiner gefragt dem wilden Treiben ein Ende zu setzten.


Die Bracken-Mix-Hündin stammt aus einem Shelter in Kroatien und durfte
aufgrund einer übernommenen Patenschaft am 20. Februar 2021 ausreisen.
Als „Mabel“ ankam war sie fast nur noch Haut und Knochen. Mit dreimal Futter
täglich haben wir sie erstmal aufgepäppelt – inzwischen hat sie sich gut erholt.

Beim Spazierengehen kommen Mabels Jagdhund-Gene gut durch;
wenn sie könnte wie sie möchte würde sie so manche Spur ausgiebig
verfolgen – dumm nur, dass die Leine sie ausbremst… 😉

Unsere hundeerfahrenen Freigänger-Katzen werden am Gitter weitestgehend ignoriert,
wir sehen einer Haltung gemeinsam mit Kleintieren und / oder Katzen jedoch eher
skeptisch entgegen – aber diese Annahme ist natürlich nicht in Stein gemeißelt.

Entgegen des negativen Ergebnisses gemäß Laborbericht aus Kroatien hat sich
beim gründlichen Check beim hiesigen Tierarzt ein leicht erhöhter Wert beim Test
auf Leishmaniose herausgestellt. Wir haben jetzt mit der Gabe von Allopurinol
begonnen und werden in ca. 4 Wochen einen weiteren Bluttest machen lassen.


Aktuell zeigt „Mabel“ jedenfalls keine klinischen Symptome. Wir wünschen
uns für sie trotz ihrer Erkrankung ein liebe- und verantwortungsvolles Zuhause,
in dem „Mabel“ sicher umsorgt ihr restliches Leben verbringen darf.

Hier noch ein paar Infos zur Leishmaniose:

Diese sog. Mittelmeerkrankheit wird über den Stich einer Sandmücke übertragen.
Eine gute Parasitenprofilaxe sollte also selbstverständlich sein.

„Mabel“ bekommt derzeit täglich Allopurinol und ein spezielles Futter, welches Hunde,
die an Leishmaniose leiden, durch eine angepasste Ernährung (purinarm) unterstützt.
Die Kosten für das Medikament belaufen sich auf weniger als 15 Euro / Monat.

Zusätzlich sollte ein regelmäßiger Blutcheck beim Tierarzt (2 – 3 Mal im Jahr)
gemacht werden um veränderte Werte rechtzeitig zu erkennen und entsprechend
die Medikation anzupassen. Leishmaniose ist nicht heilbar aber – sofern rechtzeitig
erkannt – gut behandelbar.

Nützliche Informationen zum Thema Leishmaniose beim Hund finden Sie auch unter:

https://www.leishmaniose-hund.de/
https://etnev.de/tierschutz/gesundheit/leishmaniose
https://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details.php?Kunde=1489&Modul=3&ID=19388
https://leish.info/author/lmadmin/

Literatur-Empfehlung:
Angelika Henning – Leishmaniose Beim Hund: Erkennen, Verstehen, Behandeln

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