Granny

„Granny“ ist eine neun Jahre alte Bracken-Mix-Hündin (geb. ca. Januar 2010) und
lebt seit November 2018 bei uns im Tierheim. Die superfreundliche Hündin hat das Herz
sämtlicher Tierheim-Mitarbeiterinnen im Sturm erobert und auch alle Besucher werden
von ihr ohne Scheu begrüßt. Na gut – wir geben ja zu, dass das nicht ganz ohne
Hintergedanken erfolgt – hofft „Granny“ doch auf Streicheleinheiten oder Leckerlies…

„Granny“ bekam über eine Patenschaft die Chance aus Kroatien auszureisen. Die neun
Jahre alte Bracken-Mix-Hündin (geboren ca. Januar 2010) wurde von ihren Vorbesitzern
in einer Hundeauffangstation abgeben, weil sie nicht mehr „gebraucht“ wurde.
Mehrere Monate lebte sie im Shelter, niemand interessiert sich für die liebe „Granny“.
Der Winter stand vor der Tür und „Granny“ wurde immer dünner, da sie sich gegenüber
den anderen, stärkeren Hunden nicht am Futternapf durchsetzen konnte.
Anfang November 2018 durfte sie dann endlich ausreisen und bereichert seit dem unseren Tierheimalltag.

Während „Granny“ sich im Tierheim nach einer Runde im Auslauf auch gerne wieder
für ein Nickerchen in ihr Körbchen kuschelt oder bei sonnigem Wetter es genießt vor
ihrem Zwinger zu dösen, dreht sie beim Spazierengehen richtig auf. Da kommt dann der
Jagdhund in ihr durch – mit der Nase am Boden und aufgeregt wedelnden Schwanz läuft
sie kreuz und quer und wenn sie was in der Nase hat wird dies auch spurlaut kundgetan.

Leider ist „Granny“ auf Leishmaniose positiv getestet worden. Diese sog. Mittelmeer-
krankheit wird über den Stich einer Sandmücke übertragen. Wenn sie bei einem infizierten
Hund Blut gesaugt hat, dauert es allerdings mindestens fünf bis acht Tage, bevor sie
einen anderen Hund anstecken kann, weil der Parasit so lange braucht, um bestimmte
Entwicklungsstadien zu durchlaufen und wieder die infektiöse Form für den Hund bzw.
auch für den Menschen anzunehmen.

Derzeit zeigt „Granny“ keine klinischen Symptome – aber selbstverständlich wird
sie regelmäßig tierärztlich durchgecheckt. Leishmaniose ist nicht heilbar aber
inzwischen – sofern rechtzeitig erkannt – gut behandelbar.

„Granny“ bekommt täglich Allopurinol und ein spezielles Futter, welches Hunde, die an
Leishmaniose leiden, durch eine angepasste Ernährung (purinarm) unterstützt.
Die Kosten für das Medikament belaufen sich auf weniger als 15 Euro / Monat.

„Granny“ wird nur in ein Zuhause ohne Kleinkinder vermittelt. Mit anderen, netten
Hunden kommt sie ganz gut klar, gemeinsam spazieren gehen ist okay, aber spielen
oder ähnliches ist nicht so ihr Ding. Und beim Futter hört die Freundschaft dann auch
auf – da verteidigt sie ihre Ressourcen ggü. anderen Vierbeinern.

Was freilaufende Kleintiere und / oder Katzen angeht sind wir auch sehr skeptisch –
aufgrund ihrer rassetypischen, jagdlichen Ambitionen könnte es da zu gewissen
Konflikten kommen…

Wir wünschen uns für sie trotz ihrer Erkrankung ein liebe- und verantwortungsvolles
Zuhause, in dem „Granny“ sicher umsorgt ihr restliches Leben verbringen darf.

Hier noch der Link zu einem aktuellen Beitrag zu Granny:
https://tierschutzverein-soltau.de/die-badesaison-ist-eroeffnet/

Nützliche Informationen zum Thema Leishmaniose beim Hund finden Sie auch unter:

https://www.leishmaniose-hund.de/

https://etnev.de/tierschutz/gesundheit/leishmaniose

https://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details.php?Kunde=1489&Modul=3&ID=19388