Ferienpass-Aktion „Kids & Dogs“

Am 11. Juli 2017 trafen sich zwischen 13 und 15 Uhr insgesamt 15 Kinder
im Alter von 8 bis 12 Jahren im Tierheim Tiegen um von Hundetrainer
Tom Bode den richtigen Umgang mit (fremden) Hunden zu lernen.
Die Veranstaltung selber war kostenlos, die Kinder hatten aber für
unsere Hunde verschiedene Leckerlies und Futter mitgebracht.

Nach der Vorstellungsrunde berichtete jedes Kind zunächst über seine
Erfahrungen mit Hunden und ob in der Familie bereits ein Hund vorhanden war.

Tom Bode erklärte dann, was Hunde als bedrohlich empfinden können,
wie z. B. wenn man sich plötzlich über ihn beugt, ihn am Kopf berührt
oder ihn direkt in die Augen starrt.

Um den Kindern zu verdeutlichen, wie sich ein Hund dabei fühlt, beugte er
sich mit einer plötzlichen Bewegung über die die Köpfe der Kinder und
auf Nachfrage, wie sie sich dabei fühlen würden war die einstimmige Antwort,
dass es als Unangenehm empfunden wurde. Viele hoben aus einem
Reflex die Arme zur Abwehr oder versuchten auszuweichen.

Ein bedrohter Hund könnte entweder flüchten, er könnte „einfrieren“ und
einfach zitternd stehen bleiben oder er könnte mit Aggression auf eine
Bedrohung reagieren. Hunde beißen nicht unbedingt sofort, knurren oder
versuchen ein Drohschnappen, mit dem sie manchmal doch den vermeintlichen
Angreifer berühren und verletzen, auch wenn sie dies gar nicht beabsichtigten.

Bei Begegnungen mit fremden Hunden sollte aus genügend Abstand immer
erst der Besitzer gefragt werden, ob man den Hund streicheln dürfte.

Wenn man einem freilaufenden Hund begegnet ohne einen Menschen in der Nähe,
dann sollte man auf keinen Fall vor dem Hund davon laufen, ganz egal wie groß
die Angst ist. Ein davon laufen könnte den Hund zum nach jagen animieren.
Stattdessen sollte man einfach stehen bleiben, sich leicht seitlich zum Hund stellen
und den Hund nicht in die Augen blicken sondern ggf. den Kopf leicht abwenden.

Aber auch was eigentlich selbstverständlich sein sollte, wie z. B. dass
der Hund nicht geärgert wird, in dem man ihn am Schwanz oder an den
Ohren zieht, ihn anderweitig körperliches oder seelisches Leid zufügt
oder dass man ihm nicht das Futter wegnimmt

Quintessenz war letztendlich: Behandele den Hund so,
wie Du auch behandelt werden möchtest.

Nach einer kleinen Stärkung wurde dann die Theorie in die Praxis umgesetzt.
In Zweier-Teams mussten die Kinder bei den „Hundehaltern“ von „Lilly“ und „Elias“
mit entsprechendem Abstand nachfragen, ob sie den Hund streicheln dürften.

Während bei einer Ablehnung sich die Kinder einfach umdrehen und langsam
weggehen sollten, durften sie sich bei Zustimmung dem Hund dann in einem
kleinen Bogen ohne direkten Augenkontakt nähern.Nach dem „Elias“ bzw. „Lilly“ an der Hand schnüffeln durften,
war dann vorsichtiges streicheln erlaubt.

Unter dem wachsamen Auge von Tom Bode klappte diese Kontaktaufnahme
auch beinahe problemlos. Nur Anfangs gab es noch kleine Korrekturen, wie
„…beim Fragen nicht zu dicht ran gehen…“
oder aber „…wartet erst mal die Antwort ab!“.Im Anschluss gab es noch eine Tierheimführung. Die Kinder lernten dabei
auch noch Schäferhund „Tayler“ und Mischlinghündin „Adina“ kennen, die im
Tierheim ebenfalls noch auf passende Menschen in einem neuen Zuhause warten.Stephanie Meyer demonstrierte auf dem kleinen Hindernisparcours mit beiden,
dass man Hunde auch mit Geschicklichkeitsaufgaben beschäftigen kann.Die Zeit verging wie im Fluge und wir denken, dass alle mit
einem besseren Verständnis für den besten Freund des Menschen
wieder von ihren Eltern abgeholt wurden.

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